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JM Schulkonzept

Aktualisiert: 15. Jan 2019

Junge Mitte überreicht Unterrichtsminister Mollers Schulkonzept


Am Freitag, dem 25. November 2016, haben Vertreter der Jungen Mitte, der Jugendorganisation der CSP, Unterrichtsminister Harald Mollers ihren Konzeptvorschlag „Schule 2017 - Was sollen unsere Kinder lernen?“ überreicht. Der Konzeptvorschlag behandelt u.a. die Frage, ob Bürgerkunde in den Sekundarschulunterricht aufgenommen werden sollte und wenn ja, in welcher Form.


„In Folge der von uns veranstalteten Podiumsdiskussion ,Was denkst du? - Bereitet

Schule auf das Leben vor?’ haben wir uns mit Sekundarschülern zusammen gesetzt und angefangen, einen Konzeptvorschlag für das Fach Bürgerkunde auszuarbeiten“, so Moritz Kreis, Koordinator der Jungen Mitte.


Um festzustellen, wie groß die Wissenslücken im Bereich der Politik sind, hat die Junge Mitte – mit Fragebögen, Schreibmaterial und einer Kamera bewaffnet – zudem Schüler des 4. - 6. Sekundarschuljahres befragt und die Ergebnisse in einem Video festgehalten. „Wir haben keine überragend guten Ergebnissen erwartet, doch es ist traurig, dass nur 28% der Befragten wussten, dass Charles Michel der belgische Regierungschef ist, und 51%, dass König Philippe das belgische Staatsoberhaupt ist“, so Jolyn Huppertz, Koordinatorin der Jungen Mitte.

Das sollte sich durch Bürgerkunde ändern. Die Junge Mitte hat hierzu nach mehreren

Workshops verschiedene Vorschläge ausgearbeitet, die sich zu einem generellen Schulkonzept ausgeweitet haben:


1. „Bürgerkunde" als transversale Kompetenz:

Eine Einführung eines zusätzlichen neuen Faches „Bürgerkunde" hätte Folgen für andere Fächer und wäre mit dem Risiko verbunden, dass der zuständige Lehrer nicht objektiv genug ist. Die Junge Mitte schlägt daher vor, tagesaktuelle und politische Themen in den Sprachenunterrichten einzubringen und dort mit den Schülern zu diskutieren und zu argumentieren. So würden sowohl die Rhetorik, Argumentationsfähigkeit, das Wissen sowie das Interesse für politische und aktuelle

Themen gefördert. Diverse Nachrichten und Zeitungen können für Input sorgen. In der Diskussion sollten dann noch verschiedene Standpunkte und andere Quellen einfließen, um die Meinungsbildung der Jugendlichen zu stärken. Ein wichtiger Punkt in diesem Kontext ist das spontane Kommunizieren und Austauschen in Fremdsprachen.

Weitere wichtige Themen, die in der Schule besprochen werden sollten, sind internationale Beziehungen, Globalisierung und die politischen Konflikte des 21. Jahrhunderts. Gesellschaftliche Themen könnten in die Fächer Geographie und Geschichte einfließen.


2. „Religionsunterricht modern gestalten:

Weitere Punkte des Konzeptvorschlages sind der Erhalt und die Umstrukturierung des Religionsunterrichts. Der Religionsunterricht sollte moderner gestaltet werden. Im Zentrum sollten die Werte, der Respekt und die Vielfalt der Gesellschaft stehen. Der interkulturelle und interreligiöse Dialog sollten gefördert werden, und das am besten praktisch, indem aktiv auf Leute anderer Kulturen oder Religionen zugegangen und sich mit ihnen austauscht wird.


3. „Sportunterricht kein Wettkampf:

Ein weiterer Kritikpunkt ist der derzeitige Sportunterricht. Sport sollte einen Ausgleich zum Schulalltag darstellen und kein Leistungswettbewerb sein. Jeder sollte unabhängig von seinem sportlichen Talent oder seinen körperlichen Möglichkeiten seinen Platz finden. Weiterhin sollte im Sportunterricht der Sekundarschule alljährlich ein Erster-Hilfe-Kurs vorgesehen werden.


4. Bessere Koordination und Vorbereitung auf Folgestudium:

Darüber hinaus würde die Junge Mitte sich wünschen, dass Lehrer sich mehr untereinander absprechen und koordinieren, damit Abiturienten mit einem möglichst

gleichen Niveau die Sekundarschule verlassen. Essenziell ist in diesem Zusammenhang auch die Absprache zwischen Sekundarschulen und Universitäten/Hochschulen bzw. Unternehmen im Falle einer Lehre.

Die Junge Mitte spricht sich ebenfalls für die Neugestaltung des Schülerparlamentes aus. Nach der Vorstellung des Schulkonzepts zeigte sich die JM erfreut über das konstruktive Gespräch mit Minister Mollers, der im Februar ebenfalls an der Podiumsdiskussion teilgenommen hatte. „Es hat mich sehr gefreut, dass der Minister uns freundlich empfangen hat und offen für unsere Vorschläge war. Der konstruktive Dialog hat sich gelohnt. Wir freuen uns auf eine parteiübergreifende Zusammenarbeit und sind gespannt, ob unsere Vorschläge in die Unterrichtspolitik der DG einfließen werden“, so Simen Van Meensel, Mitglied der Jungen Mitte.





Link zum Video „WAS HAST DU GELERNT? Schülerumfrage“: https://youtu.be/zcoDkqWC5lc



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